Künstler: Levent Yusun Tamzamani
TamzamaniGraffiti/Airbrush/Drawing Artist specialised in Portraits & Characters.
Wie bei viele anderen seiner Artgenossen beginnt sich das Zeichentalent in frühester Kindheit sprichwörtlich abzuzeichnen. Mit acht Jahren ist Zeichnen und Malen Tamzamanis absolute Lieblingsbeschäftigung. Seitdem zog und zieht der Bleistift, früher wie heute, den roten Faden durch Tamzamanis Leben. Im Alter von 12 münden erste künstlerische Gehversuche in Gestalt von Comics. Ein Jahr später folgt die erste Dose, aus dem Baumarkt. Es gab nur ein Cap! Und Farbe die nicht wirklich deckte.
Als Teenager erschlieÃt sich der junge Künstler durch Zeichnungen, Ideen und vor allem Dosen, die Wände der AuÃenwelt. Tamzamani bewegt sich durch die regionale Graffitiszene, bei Tag und bei Nacht. Das Talent formt sich durch Erfahrungen, Bilder und Begegnungen mit unzähligen Wänden, Menschen und Unwegsamkeiten. Die ersten schiefen Portraits entstehen mit 14, sowie neue Techniken, Utensilien und Richtungen, bezüglich Stil und neu erworbenen Fähigkeiten. Das Spektrum erweitert sich, in jeder Hinsicht. In den Jahren bis zur Volljährigkeit sind es lange nicht mehr nur Wände die Tamzamanis Stempel aufgedrückt bekommen. Die Leinwand ist zu einem grundlegenden Bestandteil seiner Kunst geworden, genau wie Ãlmalerei, Airbrush und Acryl. Kleinere Aufträge werden erfüllt. Garagen und Wände von Jugendzentren bekommen ihre Portion Tamzamani.
Tamzamani ist vieles, aber keinesfalls an einem Standort verwurzelt. Er bewegte sich schon immer kreuz und quer durch die Welt der Bilder. Neben der Entwicklung seiner zeichnerischen Fähigkeiten, stellt das Reisen eine weitere bedeutende Triebfeder seiner künstlerischen Entwicklung dar. Dabei zeichneten vorerst NRW, Berlin und Stuttgart den Rahmen. Damals herrschten andere Zeiten. Das Internet lag noch in Windeln, nicht jedes Kind besaà ein Smartphone und HipHop war ebenso wie Graffiti noch im Untergrundstatus. Man konnte nicht eben so "Graffiti" bei Google eintippen und sich "inspirieren" lassen, oder einfach nur sehen was es für Bilder und Styles gibt. Jede Erfahrung war primär und unmittelbar, von Mensch zu Mensch, von Maler zu Maler, nicht von .jpeg zu .jpeg.
Früher konnte man Graffiti nur live erleben. Heute kann man Graffitis posten und liken. Zeitlos hingegen bleibt das Problem Gleichgesinnte zu treffen, welche deine Leidenschaft teilen und leben. Andere Altersgenossen hatten FuÃball, Frauen und Parties im Kopf. Tamzamani nur Bilder, Farben und Formen. Andere gingen Samstags feiern, Tamzamani stand an Wänden und leerte Dose um Dose. Viele fuhren zu GroÃraumdiskotheken, Tamzamani zu Hip-Hop-Jams und anderen Writern. Kein Geld, keine Begleitung, kein Problem, rein in den nächsten Zug und ab zur nächsten Gelegenheit künstlerisch aktiv zu werden.
Die Zeit sich künstlerisch - oder wie auch immer - zu entwickeln, ist wesentlich breiter gestreut, wenn man noch zur Schule geht. Später beschneiden Verantwortungen und gewisse Pflichten die freie Zeit für Kreativität. Nach der Schulzeit waren deswegen Nebenjobs das einzige was Tamzamanis künstlerisches Wirken finanziert hat. Es soll ja auch Menschen geben, die sich nur ein Leben als Künstler ausgesucht haben (oder besser gesagt, aussuchen durften), weil Mama und Papa genug finanzielle Feuerkraft haben. Er ist der Typ bodenständig hart arbeitender Handwerker, der sich jeden seine Erfolge erarbeitet hat und dem Nichts geschenkt wurde. Nach Jahren dieser harten Arbeit in seinem Kelleratelier zeichnen sich schlieÃlich erste Erfolge ab. Im Alter von 22 Jahren folgen die ersten gröÃeren Aufträge und Teilnahmen an verschiedenen Kontests. Tamzamani ist mittlerweile offiziell ein "Freischaffender Künstler", mit allen dazugehörigen Problemen.
EntschlieÃt man sich dazu Künstler zu werden, programmiert man sein Leben sozusagen darauf hin und her zu strugglen. Das Gegenteil eines Achtstundentages mit regelmäÃigem monatlichen Gehalt ist die Folge. Es gibt keine Ausbildung zum Künstler und Kunst kann man nicht von Zweiten beigebracht bekommen, auch wenn man gewisse Richtungen "studieren" kann. Man kann Zeichnen lernen wie man Singen lernen kann, aber man kann Kreativität ebenso wenig lernen wie man einen guten Charakter oder Humor lernen kann.
Kunst kann nur aus dir selber heraus aufkeimen und wachsen. Das zeichnet Tamzamani als Autodidakten besonders aus. Seine Kreativität wurde schon immer von ihm bestimmt, nicht von Fremden. Er suchte sich seine Vorlieben selbst aus, niemand anders übernahm das. Tamzamani ist dadurch jedoch kein Einsiedler oder von der AuÃenwelt abgekapselt. Jeder wahre Künstler lebt nicht von der AuÃenwelt abgeschnitten, weil er es nicht kann. Es ist eben diese AuÃenwelt, welche ihn inspiriert und dazu motiviert sein Inneres künstlerisch nach auÃen zu tragen. Jedes Kunstwerk ist ein Produkt aus den Faktoren Künstler und seiner Umwelt.
Die Frage ist nur, ob man sich im wahrsten Wortsinn selber ein "Bild macht", oder diesen Prozess von anderen lenken und bestimmen lässt.
Der Name Tamzamani bedeutet übersetzt in etwa "richtiger Zeitpunkt". Der Mensch Tamzamani sucht und bestimmt den richtigen Zeitpunkt selbst, er wartet nicht bis er da ist. Was nicht heiÃt, dass alles immer wie geschmiert und total nach seinen Wünschen lief. Denn wo Bewegung ist, ist auch immer Widerstand. Tamzamani hatte mehr als genug Gegenwind, um seine Ideale gegen Widerstände durchzusetzen zu müssen. Bei einem Auftrag an einer Häuserwand fällt der Künstler knapp zehn Meter von einem Baugerüst. Er ist zu diesem Zeitpunkt 24 Jahre alt. Diagnose: Gebrochenes Schlüsselbein, gesplitterte Schulter und diverse Prellungen. Nach diesem Unfall kann der Künstler Arm und Schulter kaum benutzen. Eine Auszeit ist daher nicht abzuwenden.
Wie schmerzhaft die körperlichen Verletzungen auch waren, sie sind kein Vergleich zu den seelischen Schmerzen vier Jahre später in 2010. Der tiefste und schmerzhafteste Tritt in die Eier, den Tamzamani in seinem Leben als Künstler jemals hat einstecken müssen. Ãber Nacht wird in sein Kelleratelier eingebrochen. Ãber 2000 Werke aus 12 Jahren künstlerischem Wirken werden gestohlen und tauchen nie wieder auf. 12 Jahre seines Lebens und seiner Seele wurden ihm gewaltsam durch Kriminelle entrissen. Davon muss sich der Künstler über längere Zeit erholen. In dieser Zeit fällt es ihm schwer überhaupt etwas zu machen, was auch nur ansatzweise mit Kunst zusammenhängt.
Er motiviert sich immer wieder dazu fleiÃig und produktiv zu sein. Er ist gefestigt in seinen Einstellungen und Ãberzeugungen bezüglich Kunst und ihrem Wert, für sich, für andere und für die Welt. Sein Wirken ist nicht länger mehr nur auf Deutschland begrenzt. Er stellt Werke aus in Barcelona, Berlin, London, München, Prag, Stuttgart und Wien.
Tamzamani behält seine Meinung selten für sich, schon gar nicht, wenn es um Kunst geht. Er ist eigenwillig. Der klassische Typ Mensch, der durch offene klare Worte öfter mal aneckt, wie man so schön sagt. Ist das Gesprächsthema Kunst, eckt er nicht an, er kollidiert und demoliert. Ob als Schüler im Kunstunterricht oder als Student an der Uni, selbes Phänomen. Tamzamani hasst es, wenn Menschen Kunst bewerten, kritisieren und ausschweifend interpretieren. Er hat ein Problem mit Menschen die Kunst "studieren" und darüber diskutieren, und vor längerer Zeit aufgehört haben Kunst selber zu erschaffen. Wie ein übergewichtiger Sportlehrer, der vor 20 Jahren irgendwann mal fit war und dir erzählen will was Sportlichkeit ist. Genauer gesagt, einer der es nicht besser kann als du, kritisiert dich und will dir erklären, dass du es nicht drauf hast.
Ein Künstler muss gewisse Grundqualifikationen beherrschen, wenn er sich als solchen bezeichnen will. Er kann niemanden als Künstler ernst nehmen, wenn dieser Mensch nicht fähig ist mit Bleistift und Papier ein halbwegs akzeptables Portrait abzuliefern. Kannst du mit Blatt und Papier zeichnen, und bist motiviert dich weiterzuentwickeln, dann verstärken Farben, andere Materialien und Formate dein Talent in Richtung eines potenziellen Kunstwerkes. Mit ein wenig Glück und Geduld, kann dann irgendwann vielleicht ein wahres Meisterwerk für die Ewigkeit durch deine Hände entstehen.
(Adalbert Cyronek)
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Die letzten 5 Kunstwerke
Dieses bezaubernde Ãlgemälde auf Leinwand fängt die zeitlose Schönheit des berühmten Hafens von Porto mit auÃergewöhnlicher Detailtreue und künstlerischem Gespür ein. Das Werk zeigt die ikonische Szenerie des Douro-Flusses mit den charakteristischen Rabelo-Booten im Vordergrund - jenen traditionellen Transportschiffen, die jahrhundertelang den kostbaren Portwein aus dem Douro-Tal in die Stadt brachten. Die meisterhafte Komposition mit perfekter Tiefenwirkung zeigt ein ausgewogenes Spiel zwischen Realismus und malerischer Interpretation. Die Künstlerin hat die präzise Darstellung der historischen Architektur Vila Nova de Gaias in warmen, mediterranen Farbpalette in harmonischen Erdtönen gemalt und dokumentiert dieses UNESCO-Welterbe in seiner ganzen Pracht. Die terrassenförmig angelegten, bunten Häuser steigen vom Flussufer empor und bilden die charakteristische Silhouette, die Porto weltberühmt gemacht hat. Das imposante Klostergebäude auf der Anhöhe verleiht der Komposition zusätzliche architektonische Dramatik.
Die letzten 5 Kommentare
Sonnenblumen vor rotem Spargel
Das Bild hat eine starke Wirkung.
Kommentar von Marita Zacharias
Pianistin
Wundersch?nes Bild. Ich liebe Klavier spielen.
Kommentar von Viviane Wenz
Smaragdeidechse auf Stein
Liebe Ingrid, Gerade einmal gest?bert und schon muss ich staunen was Du da wieder einmal tolles gemacht hast. Eine wundersch?ne Idee und eine geniale Umsetzung, klar Dein Werk - Gro?es Kompliment. Ganz liebe Gr??e Yvonne
Kommentar von Yvonne Schmied
Lady mit Hut
Hallo liebe Elisabeth, lange habe ich nichts in dieses Portal geschrieben und jetzt dieses Bild von dir entdeckt. Das ist wirklich sch?n. Spannend, eine Frau von hinten zu zeigen. DAs gibt viele R?tsel auf. Liebe Gr??e Ingrid
Kommentar von ingrid wenz-gahler
Herbst 2
Ein intensives Bild mit genialem Pinselduktus. Gef?llt mir sehr gut!
Kommentar von Laetitia Barnick





